Samstag, 19. November 2016

Fernwandern via spluga 2012


Hotel Alte Herberge Weiss Kreuz in Splügen

Begeistert von meiner ersten Fernwanderung, der via sbrinz im 2011, machte ich mich im 2012 auf die via spluga. Diesmal wählte ich ein Package, welches von der rhätischen Bahn angeboten wurde, mit Hotelübernachtungen, Lunch, Eintritten, Gepäckservice buchte ich nicht.
Ich hatte im Vorjahr gemerkt, dass das Package eher günstiger ist. Allerdings braucht es zeitlichen Vorlauf, mit etwas Drängen reichte es von Donnerstag auf Montag.

Thusis - Andeer

Am Bahnhof holte ich die Unterlagen ab und marschierte los, hoch zur Burg Hohen Rhätien und dann hinunter in die via mala. Die Schlucht mit ihren Hängebrücken war sehr eindrücklich. Dann gings ins ebene Schams. In Zillis besuchte ich natürlich die Kirche mit der berühmten Kassettendecke und dann auch noch das Museum, da im Package ein Eintritt enthalten war. Weiter gings nach Andeer. Im vorgebuchten Hotel (ich glaube, Post) war kein Platz, der Wirt liess mich in einer Ferienwohnung übernachten. Toll, ein Apartement für mich allein.
Ich reiste ja allein, wie schon auf der Sbrinz-Route. Das Wandern machte mir gar keine Mühe, aber alleine das Nachtessen zu geniessen fiel mir schwerer. Allein essen und rundum sind Gruppen - das ist einsam.
In Andeer besuchte ich auch das Mineralbad (ebenfalls im Package enthalten), welches einen Aussenpool mit fantastischer Bergsicht anbietet. Das war toll.

Andeer - Splügen

Weiter gings Richtung Roflaschlucht. Es hatte auch andere via-spluga-Wanderer, so dass es unterhaltsam war. Die Roflaschlucht konnte besichtigt werden, das Hotel hat einen Weg hinter den Wasserfall.



Dann gings aufwärts und dann zum Sufner See, wo ich auch ein Bad nahm. Nach einer langen ermüdenden Ebene erreichte ich Splügen. Zuerst ging ich ins Touristoffice und dankte der Mitarbeiterin, welche meine Route noch schnell organisiert hatte. Dann nahm ich Quartier im Hotel Alte Herberge Weiss Kreuz. Das war wirklich imposant, eine Eingangshalle mit Böllersteinen direkt aus der Säumerzeit, mit ausgetretener Treppe und dazu modern restauriert.

altes Treppenhaus


mein Einzelzimmer erinnerte an eine Mönchszelle, aber mit Komfort

Splügen - Isola

Dann gings hoch zum Splügenpass, es hatte Nebel und bald war ich oben. Abstieg zum Splügen-See und dann gings zum besten Teilstück, der Cardinello-Schlucht. Ein ungefährlicher, sehr eindrücklicher Weg, wo man sich wirklich auf Säumerwegen fühlte.



Säumerweg in der Cardinello-Schlucht

Tagesziel war Isola. Im Hotel Cardinello wartete aber eine Überraschung: Der Wirt erklärte, dass man hier nicht jeder an seinem Tischlein sitze, sondern zusammen. Es gebe ein Menü mit allem, auch dem Wein. Zuerst machte er eine Einführung mit Apéro, dann kam es zu einem sehr lustigen Abend.



Isola - Campodolcino - Chiavenna

In Campodolcino war das Ortsmuseum auch Teil des Programms. Dort sehr interessant war eine Sammlung alter Kinderspiele.
Danach kam ein langes Tal mit sehr interessantem Weg.



Gegen Abend erreichte ich müde und hungrig Chiavenna, wo ich in einem modernen, gesichtslosen Hotel übernachtete und dann am nächsten Morgen das Postauto zurück nach Thusis bestieg.

Fazit: Eine sehr schöne Tour, Höhepunkte Hotel Weisses Kreuz, Cardinello-Schlucht und das Hotel Cardinello in Isola, wo man wahre Gastfreundschaft erleben kann.


Mittwoch, 16. November 2016

Fernwandern via sbrinz 2011


Im August 2011 unternahm ich meine erste Fernwanderung, die via sbrinz. Damit konnte ich einen mehrjährigen Traum realisieren und ich kam auf den Geschmack.
Dieser Bericht wird erst 5 Jahre später geschrieben und ist deshalb recht ungenau.
Eigentlich beginnt die via sbrinz in Stansstad und geht dann über den Brünig oder über Engelberg ins Haslital. Ich schenkte mir den Weg nach Engelberg und startete gleich dort.
Ich stieg hoch zum Trübsee und dann hinauf auf den Jochpass, dann hinunter zum Enstlensee, wo ich im historischen Hotel übernachtete
Beim Betreten des Zimmers bekam ich einen Lachanfall:


So ähnlich hatte mein Zimmer in meiner Jugend ausgesehen, nur hatte ich keinen Krug und Becken zum Waschen. Alles ächzte original. Aber das Hotel hatte zum Glück moderne Bäder und einen wunderschönen historischen Speisesaal.
Am nächsten Morgen wanderte ich das Gental hinunter und fror schrecklich. Ich zog alle mitgenommenen Kleider an, über die Hände zog ich die Reservesocken.
Dann ging es ab Innertkirchen das Haslital hinauf und die Strecke wurde zunehmend schöner. Hier sind noch einige Stücke des originalen Saumwegs vorhanden.
In Guttannen übernachtete ich dann im Bären.
Ausserhalb Guttannen überquerte ich ein Bergsturzgebiet, wo vor einigen Jahren dann die Transitgasleitung repariert werden musste.


Bei den Handegg-Kraftwerken musste ich natürlich hoch zum Gelmersee und einmal die legendär steile Bahn ausprobieren.
Danach kam der schönste Teil der Wanderung mit traumhaften Wegen.



Ab dem Grimselpass ging es dann auch wieder auf schönen Wegen hinunter nach Obergesteln, meinem Etappenhalt.
Am nächsten Morgen musste ich etwas "bescheissen", um den Zeitplan einhalten zu können. Deshalb nahm ich das Postauto nach Ulrichen und hoch zum Nufenenpass bis zur Abzweigung Griespass. Ich hatte keine Unterkunft in Italien reserviert und wollte bis 16 Uhr das Postauto in Stäg (Ponte) erreichen.
Vorbei an der im Bau befindlichen Windturbine erreichte ich den Abstieg nach Riale, ein tief eingeschnittener, sehr steiler Weg. Ich konnte mir schlecht vorstellen, wie da die Saumtiere hinunterrutschen beim historischen Saumzug.
Die Walserdörfer am Weg waren wirklich sehenswert und auch touristisch sehr beliebt.
Weiter unten passierte ich den Toce-Fall, wirklich beeindruckend.


Das Tal wurde flacher und ich erreichte schliesslich etwa um drei Uhr Ponte. Es reichte noch für eine Einkehr und ich erreichte das Postauto nach Domodossola, wo ich den Zug nach Brig und in die Deutschschweiz nahm.

Die ganze Tour hatte also nur drei Übernachtungen und dauerte vier Tage. Ich hatte das ganze Gepäck bei mir in einem Bikerucksack, etwa 7 Kilo. Für die folgenden Touren kaufte ich mir einen schmaleren Wanderrucksack und nahm ab jetzt immer Kappe und Handschuhe mit.

Fazit: Die via sbrinz ist eine landschaftlich sehr schöne Tour mit Höhepunkt oberes Haslital.








Sonntag, 13. November 2016

3 Monate Paleo-Ernährung Erfahrungen

Jetzt sind es drei Monate her, seit ich mit Paleo-Ernährung in Kontakt gekommen bin. Wir haben unsere Gewohnheiten darauf eingestellt und Einkauf und Kochen darauf abgestimmt.
ES FUNKTIONIERT!
Ich bin jetzt von 81 auf 69kg heruntergekommen, ohne Hungern, ohne Leistungseinbrüche, im Gegenteil.
Ich konnte jetzt einige Wochen nicht mehr intensiv trainieren, da mein Fuss infolge Unfalls verletzt ist. Trotzdem ist das Gewicht weiter gesunken.

Erkenntnis: Ernährung bestimmt das Gewicht, Training formt den Körper.

Verschwunden ist die häufige Müdigkeit. Sogar das Mittagsschläfchen fällt mangels Bedarf aus.
Allerdings hat die Ernährung bei meiner Frau weniger stark angeschlagen, sie hat 4 kg verloren. Es wirkt also nicht bei allen gleich.

Wie sieht jetzt die Ernährung aus?
  • Frühstück mit Rührei und Bacon, dazu etwas Gurke, Tomate und Melone
  • Mittagessen mit Fleisch, Gemüse, Salat
  • Nachtessen mit Fleisch, Gemüse, Salat
  • am Freitag Fisch aus Wildfang
  • bei Hunger am späteren Abend Trockenwurst, Rüebli, Nüsse (wenig)
  • keine Süssigkeiten ausser kleinen Mengen Schokolade oder wenig Früchten
  • auswärts essen wir normal, nehmen aber wenig Kartoffeln oder Brot
  • Kartoffeln essen wir in kleinen Mengen
  • Brot, Teigwaren, Zucker, Hülsenfrüchte essen wir nicht
  • Kuchen, Desserts, Cola, Eistee, Glace essen wir (fast) nicht und vermissen es wenig
  • wir trinken ungesüssten Pfefferminz/Alpenkräutertee
Zusätzlich eingeführt haben wir Weidefleisch von einem Bauern. Dazu haben wir einen Tiefkühler gekauft. Ebenfalls steht auf dem Balkon jetzt eine Styroporkiste für das viele Gemüse.

Fischölkapseln ergänzen das normale Essen, wegen den Omega-3-Fettsäuren.

Alkohol: kein Bier mehr, ich will auch die Biertitten wegbringen. Wein in kleineren Mengen und früher am Abend, als Nightcap vielleicht noch ein Whisky.
Ich schlafe besser, wenn ich nicht Wein im Kopf habe, hingegen ein Whisky und ein Lindentee sorgen für gute Bettruhe. Ich schlafe jetzt etwa eine Stunde länger pro Nacht.
Die Verdauung ist sehr gut.

Ich muss (oder darf) jetzt neue Kleider kaufen, ich trage Hosen und Pullover etwa 2 - 3 Grössen kleiner. Das macht Freude.

Kosten: Das Essen ist etwas teurer, da die billigen Teigwaren durch teurere Gemüse ersetzt sind. Das Fleisch kostet natürlich auch, aber wir assen auch vorher Fleisch, es ist nicht viel mehr als vorher.

Genuss: Das Essen ist besser und vielfältiger. Verspeiste Gemüse: Tomaten, Gurken, Rüebli, Blumenkohl, Weisskohl, Kohlrabi, Randen, Sellerie, Fenchel, Peperoni, Kartoffeln, Lauch, Süsskartoffeln, Schwarzwurzeln, Brokkoli, Romaneso, Rosenkohl, Sauerkraut.

Rauchen: Ich rauche seit anderthalb Jahren wieder Zigarren. Während eines Jahres blieb das Gewicht stabil bei ca. 80kg. Seit der Ernährungsumstellung ist es gefallen. Rauchen hat keinen Einfluss, aber es hat mir geholfen, vom Süssen wegzukommen.

Reaktionen der Umwelt: Die Leute sehen, dass ich abgenommen habe, und fragen, wie ich das gemacht habe. Sie sind erstaunt, dass es anhält. Ich konnte aber noch niemanden zu Paleo-Ernährung "bekehren".

Aussichten: Ich habe bereits eine Jogging-Ausrüstung gekauft und werde mir im Frühling noch eine Gravel-Rennrad zulegen, denn jetzt kann ich wieder Rennrad fahren, der Bauch ist nicht mehr im Weg und die Kondition ist besser.

Infos über Paleo-Ernährung: hier




Samstag, 30. Juli 2016

Bärentrek abgewandelt, durchs Berner Oberland ins Wallis


Der Bärentrek und die  Hintere Gasse sind Fernwanderungen von Meiringen nach Gsteig entlang der Hochgebirgskette über verschiedene Übergänge. Die Strecken sind heute in der Via Alpina integriert und werden auch als Package angeboten. Ich hatte davon gehört und wollte diese Strecke auch einmal zurücklegen. Wir entschlossen uns aber zu einigen Abänderungen. So starteten wir nicht in Grindelwald, sondern auf der Schynige Platte.


1. Tag Schynige Platte - Grindelwald


Am Montag gings um elf Uhr auf der Schynige Platte los, leider schon in den Wolken. Dafür war die Temperatur zum Wandern sehr angenehm. Unsere Gruppe: Dorothy (neu dabei), Geri, Lisa, ich.
Wir gingen auf dem bekannten Wanderweg Richtung Faulhorn - First.





Am Nachmittag erreichten wir den Bachsee, leider war vom weltberühmten Panorama Eiger-Mönch-Jungfrau nichts zu sehen.


Daher hier ein Bild im Winter, wo ich zum Schlitteln vom First zum Faulhorn wanderte.


So wäre das Panorama.
Danach stiegen wir in die First-Seilbahn und gondelten nach Grindelwald hinunter, wo wir im Hotel Glacier abstiegen und auf der Terrasse des Hotels Kreuz&Post erstklassig assen. Der Kellner Christian widerlegte das Vorurteil des langsamen Berners aber gründlich - er war zackig und speditiv und verzieh mir sogar, dass ich Grindelwald mit Adelboden verwechselte.


2. Tag Grindelwald - Mürren

So zeigte sich das Panorama am nächsten Morgen.



Wir stiegen mit der Bahn bis zur Station Alpiglen, von wo wir den Eigertrail begehen wollten. Da aber Nebel den Pfad verhüllte, nahmen wir die Alpstrasse Richtung Kleine Scheidegg.



So hatte man mehr vom berühmten Panorama. Der Aufstieg war sehr angenehm.
Dann kam der Kulturschock auf der Kleinen Scheidegg:


Hier ist das Epizentrum des Tourismus in der Schweiz, dicht gefolgt vom Schwanenplatz in Luzern. Wir assen aber gut und günstig und sahen dabei den asiatischen Reisegruppen beim durchorganisierten Einstieg in die Jungfraubahn zu.


Auch die Eigernordwand zeigte sich gelegentlich.


Wir wählten den Weg Richtung Wengener Alp. Das Panorama war überwältigend, wirklich Top of Europe.


Der Weg Richtung Wengen war sehr schön zu gehen, dabei konnte man einige Schlüsselstellen der Lauberhornabfahrt von Nahem bestaunen.



Auf der gegenüberliegenden Talseite erkennt man schon unser Tagesziel - Mürren (oder Mirren, wie die Oberländer sagen).


Nach einer Mittagsrast in Wengen, wo uns der freundliche Kellner erklärte, dass er zum Vergnügen nach der Pensionierung hier arbeite, stiegen wir auf dem alten Weg nach Lauterbrunnen ab, ca. 480 Hm hinunter.


Aber auch noch diese Wand hoch wollten wir nicht laufen, so nahmen wir die Seilbahn nach Grütschalp, marschierten dann in den beginnenden Regen und stiegen später doch noch dankbar in das Züglein nach Mürren. Hier angekommen, erwartete uns im Hotel Alpina auf dem Balkon dieses Panorama:




Dazu ein ständiges Rauschen der vielen Wasserfälle im Tal, es war in der Tat berauschend.
Wir konnten uns kaum sattsehen, gingen dann aber doch noch ein Fondue essen.


3. Tag Mürren - Sefinenfurgge - Griesalp

So zeigte sich das Lauterbrunnental am Morgen.



Aufstieg Richtung Rotstockhütte, der Weg war gut zu gehen, die Sicht perfekt.




Blick zurück auf Mürren


Wir erreichten die Rotstockhütte und machten Pause, dabei trafen wir einen Mitwanderer, der sich uns anschloss.


Über dieses Hochmoor lief man wie auf einem weichen Teppich.


Da mussten wir hinauf, man sieht in gerader Linie die Wanderwegzeichen, der Weg schlängelt sich hinauf, es ist sehr steil.


Geschafft!


Der Aufstieg ist steil und besteht aus rutschigem Geröll, zum Glück lag kein Schnee mehr.


Nach kurzer Rast ging es über diese Treppe hinunter.


Dann wieder Geröllhalde, aber weniger steil. Das Wetter wechselte ständig, es war Tenüwechsel angesagt.


Schon zeigte sich wieder Grün.


Dieses Kalb scheint mit sich und der Welt zufrieden.


Auf der Alp "Uf de Hüble" kehrten wir ein. Es ist eine originale Alphütte, mit Holzfeuer und ohne Strom, aber mit Kafi Schnaps.


Auf dem Tisch ein Rotor als Fliegenvertreiber, mit Batterie angetrieben, der aus Australien stammt. Globalisierung in der Alphütte, die andern Gäste waren amerikanische Eye-Doctors und ein Schriftsteller, die Grossmutter wirtete im Oberländer Tempo.


Nun tauchten diese fantastischen Wasserläufe auf.


Der Weg zur Griesalp zog sich und war sehr anspruchsvoll zu gehen, immer diese verwinkelten Steintritte. Schliesslich erreichten wir müde die Griesalp und konnten unseren erschöpften Mitwanderer einem Autofahrer mitgeben, der ihn nach Reichenbach brachte.


Diese Etappe war sehr schön, aber auch sehr streng. Beim edlen Nachtessen im aufgestylten Griesalphotel beschlossen wir, am nächsten Tag nicht auf das Hohtürli zu steigen, sondern die Schönheiten des Kientals zu erwandern.


4. Tag Griesalp - Kiental - Kandersteg - Gemmi

Der Abstieg durch die Griesschlucht war schlichtweg spektakulär (ich weiss, alles ist spektakulär, aber die Landschaft im Berner Oberland ist einfach überwältigend).
In dieser Schlucht führt die steilste Postautostrecke Europas (bis 28% Steigung) nach unten.


Blick hinunter auf den Tschingelsee, eigentlich eher ein Delta.


Wasserfälle des Gornernbachs



Hexenkessel, rechts die Hexe.



Unten am Tschingelsee ist die Landschaft plötzlich lieblich.


Entlang des Flusses führt ein wunderschöner Wanderweg.


Man kann die Macht des Wassers sehen.


Kurz vor dem Ort Kiental nahmen wir die gemütliche Sesselbahn nach Ramslauenen. Der Weg nach Mittholz stellte sich als viel zu weit heraus, so wanderten wir schräg nach Kiental wieder herunter. Aber es heisst ja: Der Weg ist das Ziel.


Unterwegs sah ich dieses Windrad aus einer PET-Flasche. Es hatte auch sehr schöne Einzelbäume mit Bänklein darunter, doch dazu fehlte uns dann doch die Zeit.


In Reichenbach nahmen wir den Zug nach Kandersteg, dort die Sunnbühl-Bahn hinauf auf die Gemmi. Bei der Rast im Bergrestaurant konnte man in das Gasterntal hinein sehen.


Über die Gemmi ist das Wandern leicht, es ist eine grosse Ebene, die hinten Richtung Schwarenbach ansteigt.



Blick zurück.


Noch ein ruppiger Aufstieg und wir erreichten unser Tagesziel, das Berghotel Schwarenbach.


Wie immer müde und hungrig genossen wir die Gastfreundschaft in diesem sehr angenehmen Familienbetrieb der Familie Stoller. Danke vielmals.


5. Tag Gemmi - Leukerbad - Heimfahrt


Nun gings bei schönstem Wetter hoch zum Gemmipass, auf einem breiten geschotterten Weg.


Letzter Blick zurück auf das Berghotel Schwarenbach und die Berner Seite.


Schon waren wir beim Daubensee, hinten ist die Passhöhe erkennbar.


Diese drei Schafe waren die einzigen, die wir von der Herde der 600 Tiere sahen.


Und jetzt, wow! Die Walliser Alpen.


Wir stärkten uns im Restaurant und machen uns dann auf den Abstieg.Dazu brauchte ich etwa zwei Stunden, ich ging langsam und hielt immer wieder an, um die eindrückliche Felsenwelt zu bestaunen. Es kamen sehr viele Berggänger entgegen, welche die gut 900Hm bezwingen wollten, und alle schnauften mächtig.
Auf dieser Strecke ziehen auch die 600 Schafe auf die Alp und wieder hinunter.




Meine Wandergspänli warteten bei der Baumgrenze und wir machten die letzte Wanderrast.


Adieu Leukerbad und Gemmi, es war so schön.


Wir reisten mit dem Postauto nach Leuk (auch schon fast ein Abenteuer), dann mit dem Zug nach Visp und per NEAT durch den Lötschberg nach Thun, wo wir nach einem Bummel noch einmal einkehrten und ich dann meiner Wege ging.


Fazit: Fernwandern durch das Berner Oberland und hinüber ins Wallis - ein Erlebnis der Spitzenklasse.