Samstag, 24. November 2012

Skyvertuning Evo 2

Evo 2: 26-Zoll-Rad und Carbon-Starrgabel, Gewicht 7770g

Evo 1: 24-Zoll-Rad

Original-Kibo-Carbon, vorne 20-Zoll-rad, hinten 16-Zoll-Rad

Als ich den Orignal-Skyver erhalten hatte begeisterte mich das Fahrverhalten. Aber in der Abfahrt ab Chlus unter der Schrattenfluh erkannte ich die Grenzen,da das Rad im groben Schotter rutschte und anstellte.
So rüstete ich den Skyver mit einem Original-24-Zoll-Rad auf. Das steigerte aber das Gewicht um 860g (das 16-Zoll-Rad wog 1382g, das 24-Zoll-Rad 2242g (jeweils komplett mit Bremsscheibe).
Das Gerät wog jetzt 9628g.
Dafür war jetzt das Fahrverhalten topp und durchaus mit einem Mountainbike vergleichbar.
Irgendwie störte mich aber das Gewicht, da ich auch ein Scott Spark RC in der Garage habe, welches 9.8kg wiegt mit Vollfederung. Das zeigt etwa den Stand der Technik.
So habe ich jetzt ein Diätprogramm durchgeführt:
Ein günstiges Mavic-Rad 26 Zoll, dazu ein leichter Continental x-Race-Pneu und ein ultraleichter Eclipse-Schlauch ergeben ein Radgwicht von 1609, das spart 632g.
Dann habe ich eine Carbon-Starrgabel von Ritchey gefunden, welche nur ca. 470g wiegt. Sie ersetzt die Suntour-Federgabel, welche 1777g wog, das spart 1307g.
Total ist der Skyver jetzt 7770g schwer und passt auch mit dem grossen Rad noch in den Rucksack.
Die Frage ist jetzt, ob mit der Starrgabel und dem grossen Rad das Fahrverhalten ähnlich gut ist wie mit der Federgabel und dem mittelgrossen Rad.
Nebeneffekt: Die Carbongabel ist traumhaft schön und passt super zum Carbon-Rahmen des Skyvers.



Kommentare:

  1. Ziemlich coole Nummer das Skyvertuning. Geht die fehlende Federung nicht zu stark in die Arme? Auf der anderen Seite verstehe ich, dass man im Aufstieg jedes Kilo spürt.

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  2. Hallo Sepp - hier meine bisherigen Erfahrungen:
    Ich habe meinen Skyver Kibo Carbon ( 20 /16 ") erst seit zwei Wochen (ca seit Ostern 2014). Grund für den Skyver: ich gehe gerne in die Berge, aber meine Knie vertragen die Belastung beim Abwärtsgehen nicht mehr so gut, also muss ich sie etwas schonen.
    Natürlich habe ich auch ein tolles Mountainbike und gehe auch Strecken hinauf, die ich dann mit einer Seilbahn wieder hinunterfahren kann.
    Aber es gibt eben auch schöne Bergpfade, an deren Ende man nicht mehr so ohne weiteres knie-schonend hinunterkommt. Deshalb der Versuch mit dem Skyver.

    Ich habe meinen Skyver Kibo Carbon ( 20 /16 ") erst seit zwei Wochen (ca seit Ostern 2014). Grund für den Skyver: ich gehe gerne in die Berge, aber meine Knie vertragen die Belastung beim Abwärtsgehen nicht mehr so gut, also muss ich sie etwas schonen.
    Natürlich habe ich auch ein tolles Mountainbike und gehe auch Strecken hinauf, die ich dann mit einer Seilbahn wieder hinunterfahren kann.
    Aber es gibt eben auch schöne Bergpfade, an deren Ende man nicht mehr so ohne weiteres knie-schonend hinunterkommt. Deshalb der Versuch mit dem Skyver.
    Am 3.Mai habe ich also das Gerät zum ersten Mal auf den Rücken genommen - die Tage vorher hatte ich mich mit der Funktionsweise vertraut gemacht und die Drücke von Federgabel und Reifen nachgestellt - und bin mit dem Velo von meinem Heim zum Bahnhof gefahren. Dann mit dem Bus nach Viznau und von dort auf Rigi Staffel hinauf gefahren. Das Wetter dort war regnerisch und kalt. Von Staffel aus bin ich zu Fuss auf den Kulm gelaufen und habe dort in Wind und Nebel das Gerät zusammengebaut. Ging schnell und war einfach.

    Die Abfahrt ging dann über Rigi Staffel, Klösterli, Malchuskapelle, Dächli, Schönenboden nach Goldau. Von dort bin ich nach einem Kaffee im Bahnhof mit den ÖVs via Zug wieder nach Hause gefahren.

    Fazit:
    Grundsätzlich bin ich begeistert. Das Design vom Skyver ist für solche Touren geeignet.
    Positiv überrascht hat mich die Funktionalität der hochklappbaren Fusstritte und die Möglichkeit, das Knie jeweils am Rahmen abzustützen.
    Mit den schlechteren Fahreigenschaften im Vergleich zu Mountainbikes konnte ich gut leben da ich so etwas erwartet hatte, aber es war weniger schlimm als befürchtet.
    Das Fahren mit dem Ding muss man jedoch üben und es ist sicher anders als Velofahren. Aber es macht richtig Spass.
    Was mir nicht gefällt ist das relativ hohe Gewicht und die tiefe Position des Lenkers.

    Hier bin ich bereit ein rigoroses Diätprogramm einzuleiten mit dem Ziel: minimales Gewicht mit Kompromissen bei Fahreigenschaften. Denn mir geht es um das Bergauf-laufen und irgendwie knie-schonend herunterkommen. Für eine Fun-tour würde ich das Gerät dann eben wieder umrüsten müssen.

    Die Strecke via Dächli nach Goldau ist jedoch bei feuchtem Wetter mit dem Skyver nicht zu empfehlen, weil es viele schräg verlaufende Holzrinnen am Weg gibt, auf welchen das Hinterrad wegrutscht. Auch gibt es viele grosse Steine auf dem steilen Weg. Ich musste hier also das Gerätli vorsichtig herunterschieben. Fahren ging nicht wegen zu grosser Sturzgefahr.
    Das nächste Mal werde ich die "normale" Strecke zur Bernerhöchi austesten.
    Beste Grüsse an alle Skyverfreunde

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