Donnerstag, 23. Juli 2015

Surenenpass mit Mountainskyver

Schon lange wollte ich einmal den Surenenpass machen, heute hatte ich Zeit und das Wetter stimmte.
Die Strecke von Brüsti ob Attinghausen nach Engelberg braucht zu Fuss ca. 6 Stunden und hat eine sehr lange Abwärtsstrecke nach Engelberg, das sollte sich für den Skyver gut eignen.


Nach der Anfahrt per ÖV und der Seilbahn Brüsti gings los, hier bei Rüetli machte ich Halt und frühstückte. Ein Mann in Jägerkleidung erkundigte sich interessiert nach meinem komischen Velo. So etwas habe er im Kanton Uri noch nie gesehen.


Der Weg führt angenehm aufwärts Richtung Gratgädemli.


Blich Richtung Eggbergen.


Diesen Hoger (Gibelstockhöreli) könnte man umrunden und dann via Gitschitaler Boden wieder nach Seedorf absteigen. Das könnte die nächste Skyvertour werden.


Über den angenehm zu gehenden Geissrüggen gelangt man zum Angistock.


Beim Seeli war wieder eine Essenspause angesagt. Das Tragen des Skyvers (total mit Rucksack und Verpflegung 10 - 11kg) gibt Hunger.


Beim Angistock ist ein Übergang in das Tal, wo man dann zum Surenen hochsteigt.


Wieso das Gebiet Langschnee heisst, ist unschwer zu erkennen. Wir hatten jetzt vier Wochen heisses Wetter (22. Juli 2015). Der Weg rechts durch die Geröllhalde ist wegen Steinschlags nicht empfohlen, so ging ich gemäss Signalisation mehr links und stieg etwas ab.


Ich musste noch einige rutschige Schneefelder überqueren, dann gings steil aufwärts.


Der Anstieg hängt an. Es waren auf dieser Seite keine Biker unterwegs, aber ziemlich viele Wanderer.


Geschafft. Nun waren viele Leute gwundrig, was wohl mit diesem Gefährt passiert. Nach einer Passrast klappte ich das Gerät aus und konnte gleich losfahren.
Die Strecke nach Engelberg ist etwa 10km lang, davon konnte ich etwa Zweidrittel fahren. Ein breites Grinsen überfiel mich. Die Hochschlepperei hatte sich definitiv gelohnt.


In der Blackenalp kehrte ich ein, es wurde gut gesorgt. Ich vernahm, dass auf dieser Alp 1200 Tiere sömmern, mit der Milch der (nicht so vielen) Kühe wird gekäst. Auch hier musste ich wieder Auskunft geben über dieses komische Gefährt.


Solche Wege sind zum Wandern etwas langweilig, mit dem Skyver geht es hui...


Beim Stäuber kam ein grober Abstieg, den ich schieben musste.


Und wieder hui... Von den Wanderern erntete ich neidische Blicke (nehme ich an, ich musste vorwärts schauen, der Skyver geht ganz schön ab).


Weitere spektakuläre Wasserfälle säumen das Tal, definitiv ein schöner Ort.

Ab Camping Eienwäldli packte ich den Skyver zusammen und ging zu Fuss zum Bahnhof. 
Bei der Abfahrt des Zuges stiegen extrem viele Leute ein, ich kam mir vor wie in Mumbai.

Bei dieser und der via-valtellina-Tour ist mir aufgefallen, dass die Touristen sich an gewissen Orten klumpen, speziell hier in Engelberg und dann im Gebiet St. Moritz-Pontresina, sonst war es eher ruhig.

Fazit: Für gewisse Strecken mit langer Abwärtsstrecke ist der Skyver super. Aber das Abfahren muss man sich beim Hochtragen erarbeiten. Das ist nicht für jedermann.






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