Mittwoch, 16. November 2016

Fernwandern via sbrinz 2011


Im August 2011 unternahm ich meine erste Fernwanderung, die via sbrinz. Damit konnte ich einen mehrjährigen Traum realisieren und ich kam auf den Geschmack.
Dieser Bericht wird erst 5 Jahre später geschrieben und ist deshalb recht ungenau.
Eigentlich beginnt die via sbrinz in Stansstad und geht dann über den Brünig oder über Engelberg ins Haslital. Ich schenkte mir den Weg nach Engelberg und startete gleich dort.
Ich stieg hoch zum Trübsee und dann hinauf auf den Jochpass, dann hinunter zum Enstlensee, wo ich im historischen Hotel übernachtete
Beim Betreten des Zimmers bekam ich einen Lachanfall:


So ähnlich hatte mein Zimmer in meiner Jugend ausgesehen, nur hatte ich keinen Krug und Becken zum Waschen. Alles ächzte original. Aber das Hotel hatte zum Glück moderne Bäder und einen wunderschönen historischen Speisesaal.
Am nächsten Morgen wanderte ich das Gental hinunter und fror schrecklich. Ich zog alle mitgenommenen Kleider an, über die Hände zog ich die Reservesocken.
Dann ging es ab Innertkirchen das Haslital hinauf und die Strecke wurde zunehmend schöner. Hier sind noch einige Stücke des originalen Saumwegs vorhanden.
In Guttannen übernachtete ich dann im Bären.
Ausserhalb Guttannen überquerte ich ein Bergsturzgebiet, wo vor einigen Jahren dann die Transitgasleitung repariert werden musste.


Bei den Handegg-Kraftwerken musste ich natürlich hoch zum Gelmersee und einmal die legendär steile Bahn ausprobieren.
Danach kam der schönste Teil der Wanderung mit traumhaften Wegen.



Ab dem Grimselpass ging es dann auch wieder auf schönen Wegen hinunter nach Obergesteln, meinem Etappenhalt.
Am nächsten Morgen musste ich etwas "bescheissen", um den Zeitplan einhalten zu können. Deshalb nahm ich das Postauto nach Ulrichen und hoch zum Nufenenpass bis zur Abzweigung Griespass. Ich hatte keine Unterkunft in Italien reserviert und wollte bis 16 Uhr das Postauto in Stäg (Ponte) erreichen.
Vorbei an der im Bau befindlichen Windturbine erreichte ich den Abstieg nach Riale, ein tief eingeschnittener, sehr steiler Weg. Ich konnte mir schlecht vorstellen, wie da die Saumtiere hinunterrutschen beim historischen Saumzug.
Die Walserdörfer am Weg waren wirklich sehenswert und auch touristisch sehr beliebt.
Weiter unten passierte ich den Toce-Fall, wirklich beeindruckend.


Das Tal wurde flacher und ich erreichte schliesslich etwa um drei Uhr Ponte. Es reichte noch für eine Einkehr und ich erreichte das Postauto nach Domodossola, wo ich den Zug nach Brig und in die Deutschschweiz nahm.

Die ganze Tour hatte also nur drei Übernachtungen und dauerte vier Tage. Ich hatte das ganze Gepäck bei mir in einem Bikerucksack, etwa 7 Kilo. Für die folgenden Touren kaufte ich mir einen schmaleren Wanderrucksack und nahm ab jetzt immer Kappe und Handschuhe mit.

Fazit: Die via sbrinz ist eine landschaftlich sehr schöne Tour mit Höhepunkt oberes Haslital.








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