Montag, 11. Dezember 2017

Paleo praktisch 16 Monate danach

Nun essen wir schon seit über einem Jahr Paleo-mässig und sind sehr zufrieden.
Ich wiege mittlerweile ca. 67kg (zwischenzeitlich war ich auf 65, habe aber Muskeln zugelegt.

Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit sind sehr gut, ebenfalls die Ausgeglichenheit. Krank bin ich ganz selten.

So weit so gut, aber was essen wir denn eigentlich? Sind es komische, ausgefallene Rezepte, die nicht schmecken?

Deshalb zeige ich in den Posts mit dem Label "Essen" einige Menüs von uns.

Paleomässig kochen kann man recht einfach. Bei uns sollten 3 Sachen auf dem Teller sein (oder mehr), die meisten davon erkennbar pflanzlichen Ursprungs. Eigentlich ist es auch eine altmodische Küche, wie ich sie von meinen Eltern her noch kenne. In meiner Kindheit wurde noch selten Teigwaren oder Reis verwendet, Pizza kannte man noch nicht, dafür kam Gemüse aus dem Garten und Fleisch von unseren Tieren auf den Tisch, und natürlich Kartoffeln. Aber Kartoffeln sind doch auch reich an Kohlehydraten! Schon, aber es sind immerhin ganze Pflanzenteile mit einem sehr hohen Sättigunsgrad, und sie schmecken einfach himmlisch.
Aber ein grosser Unterschied zu der Kost vor vierzig Jahren besteht: Es kommen keine Backwaren vor, da Getreide nicht paleo ist, also weder Brot, noch Lebkuchen, Bireweggen, Torten oder Weihnachtsguetzli. Aber Brot kommt doch schon in der Bibel vor?
Schon, aber die Bibel ist auch erst einige Tausend Jahre alt, Getreide wurden etwa vor 10'000 Jahren in die Ernährung eingebaut. Paleo-Ernährung versucht Grundsätze der Ernährung von Jägern und Sammlern aufzugreifen, deshalb kommen Getreide und Milchprodukte (fast) nicht vor. Man muss das nicht fundamentalistisch sehen, kleinere Abweichungen sind schon erlaubt. Der zentrale Punkt aber ist, dass verarbeitete Kohlenhydrate wie Getreidemehl und Zucker nicht den Hauptteil der Ernährung bilden sollen. Die Paleo-Fachleute wie Robb Wolf oder Loren Cordain sehen diese "Lebens"mittel als Ursache für die modernen Zivilisationskrankheiten an.

Und das viele Fett? Heute gilt: Fett macht nicht fett. Fett machen verarbeitete Kohlenhydrate (siehe Workshop Ernährung von Erik auf youtube). Das Fett ist die eigentliche Energiequelle, der Organismus ist dauernd im Fettverbrennungsmodus und kann daher auch ohne Probleme auf das Körperfett zugreifen. Genauere Erklärungen findet man bei Paleo360.de.
Wir verwenden viel Bratbutter, wenig Schweinefett und Kokosfett, dann Olivenöl und Leinsamenöl.
Sonnenblumenöl verwenden wir nur in Fertigprodukten wie Salatsauce oder Marinade. Natürlich ist mir klar, dass man mit solchen Produkten nicht in einem Kochblog Furore macht. Aber beim täglichen Kochen ist es einfach praktisch.

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