Samstag, 28. Juli 2018

2018 Vo Züri uf Graubünda

Die Idee war, von Zürich nach Sargans zu wandern, schliesslich wurde es von Zürich ins Bündnerland. Wie geplant brauchten wir dafür 7 Etappen.

Tag 1: Zürich Baar
Wir trafen uns vor dem HB Zürich beim Denkmal von Alfred Escher, einem der Gründer der modernen Schweiz.


Dann gings per Bahn auf den Üetliberg.






Ein schönes Einlaufen, auf guten Wegen geht es voran in eine Gegend, die ich nicht so gut kannte.


Rast auf der Felsenegg, als Wanderer hat man immer Appetit. Wir trafen auf einen ausnehmend freundlichen Kellner, bravo!


Sicht vom Aussichtsturm Hochwacht Albis


Baumwipfel mal anders

Am späteren Nachmittag erreichten wir Hausen und reisten dann mit dem Postauto nach Baar, wo wir im ibis übernachteten. 17 Kilometer sind ja nicht so viel, aber wir spürten unsere Füsse.


Komfortabel übernachtet.


Hervorragend gegessen.


Tag 2: Sihlbrugg - Einsiedeln



Von Baar fuhren wir wider mit dem Postauto nach Sihlbrugg. Hier begann unser zweiter Wandertag.


Auf sehr schönen Wanderwegen ging es der Sihl entlang. das kannten wir schon vom Biken her.


Die typische Moränenlandschaft mit den Linden auf den Hügelkuppen.


Für die Wasserleitung der Stadt Zürich wurden Tunnel und Galerien gebaut.


In der Sihlmatt war es noch zu früh für Forellen, Kaffee, Bier und Nussgipfel taten es auch.


Geri und Lisa gönnten sich ein Bad im Hüttnersee, uns andern beiden war es zu windig.


Mit dem Zug reisten wir dann von Samstagern nach Einsiedeln. Wir übernachteten im Pilgerhaus allegro in einer fantastischen Gartenanlage, leider machte ich kein Foto.


Dieses Bild ist von der Webseite des Pilgerhauses.


Tag 3: Von Einsiedeln auf die Pragelpasshöhe





Mit dem Bus fuhren wir wiederum das Flachstück bis nach Studen Ochsenboden. Zuerst dem Golfplatz und dem Schiessplatz der Waffenfabrik Oerlikon Rheinmetall entlang, dann immer der Sihl nach hoch.


Zwei Tage vorher hatte es heftig geregnet, wir wussten nicht, ob die Strecke offen war.


Sie war offen, so stiegen wir den Prügelweg hinauf..


Halb oben.


Steil hinauf zum Sihlseeli.


Zeit für eine Rast.


Erreicht!


Der Abstieg war anspruchsvoll, der Weg sehr schlecht.


Sicht von unten auf den Saaspass.


Endlich das Alprestaurant Pragelpasshöhe. Hier war es toll, wir genossen den Abend und die Nacht in den neu gebauten, sehr schönen Zimmern. Noch einmal duschen!

Tag 4: Pragelpass - Glattalp




Wegen des regnerischen Wetters wählten wir den kürzeren Weg und verzichteten auf die Schlaufe hinunter in den Bödmerenwald, eine gute Wahl, wie es sich zeigte, denn der Weg brauchte viel Konzentration und bot einige Überraschungen.


Karst mit einer grossartigen Vegetation.


Der Karst zeigt sich erst in Spuren.


Alpenrose sie das gsii...


Und dann das Tor: Jetzt merkten wir, was das heissen soll: Hier hinunter geht es ins Rätschental. Zum Glück war der Weg neu ausgebessert worden. Es ging sehr steil in dieses Tor hinunter.


Dann über eine riesige Schutthalde.


Blick von unten.


Auf der anderen Seite wieder hoch, hinten das Tor.


Weiter durch die karstige Weidelandschaft.


Sehr interessant zum Wandern.


Jetzt das Charrental, wir wähnten uns in Schottland.


Sogar Barfussgehen war möglich.


Endlich konnten wir in der Charrenalp einkehren, es war wie in einer anderen Welt.


Charrenalp vom Weg zur Glattalp aus gesehen.


Blick vom Pfaff zurück ins Charrental: Auf Empfehlung von Frau Betschart wollten wir morgen dann durch dieses Tal Richtung Braunwald wandern.


Ein rutschiger, dreckiger Abstieg hinunter zur Glattalp, wo wir in der SAC-Hütte übernachteten und ein reiches Abendessen genossen, speziell auch die Crèmeschnitte.


Tag 5: Glattalp - Braunwald






Wieder hoch zum Pfaff, unten die SAC-Hütte Glattalp.


Hinunter ins "schottische" Charrental, man erkennt auch die Charrenalphütte. Auf der Charrenalp weiden ca. 1000 Schafe und ca. 50 Ziegen. Nochmals kehrten wir ein und genossen das Gespräch mit Frau Betschart.


Blick zurück.


Es geht stetig hoch zur Erigsmatt.


Der Karst wird sichtbarer.


Die Vegetation wird karger.


Erigsmatt, hier genoss ich ein Glas Ziegenmilch - wirklich gut.


Wie vom Floristen.


Hier oben auf über 2000m weiden nochmals 1000 Schafe.


Bützi 2148, der Abstieg ist leichter als der Bärentritt gegenüber, aber trotzdem forderte er uns heraus.


Das Ortstockhaus ist schon sichtbar.


Da gegenüber wollen wir morgen hin.


Im Ortstockhaus genossen wir Speck mit Bohnen und bewunderten den gelungenen Umbau, welcher alt und neu sehr schön kombiniert.

Tag 6: Braunwald - Muttsee

Morgens wanderten wir vom Ortstockhaus hinunter und hinüber nach Grotzenbühl, wo wir die Seilbahn hinunter nach Braunwald nahmen. Dort ging es mit der Braunwaldbahn hinunter nach Linthal. Mit einem Taxi gelangten wir hinten ins Tal nach Tierfehd.


Mit dieser Bahn, noch vom Bau des Linth-Limmern-Kraftwerks her stammend, wurden wir tausend Meter in die Höhe getragen.


Dort drüben waren wir noch gestern.


Ein ungewöhnlicher Wanderweg, 3km durch den Tunnel, wo vorher die Lastwagen fuhren.


Bereit für den Aufstieg.


Nicht mein Gepäck.


Dort hinauf wollten wir.


Der Weg war erneuert und gut zu begehen.


Einige Stellen waren mit Ketten gesichert.


Limmernsee, früher eine Alp namens Limmernboden, bis 1963 der Stausee aufgestaut wurde. Die Schafe zur Beweidung des Limmernbodens wurden gemäss Auskunft des Hüttenwarts in der Kistenhütte von Brigels her über den Kistenpass getrieben.


Jetzt noch dieses Felsband überwinden.


Geschafft. 


Die Muttseehütte war gut besucht, wir waren rechtzeitig da und hatten einen Schlag für uns. Die Bedienung war extrem nett und die Stimmung gut. Abends um acht war aber der Strom weg und man durfte nur noch das Aussenklo benutzen. Die Kraftwerksgesellschaft kontrollierte die Rohre des Stausees. Ironie: Man sitzt über einem 1000MW-Kraftwerk und lässt die Kerzen brennen. Zwei Stunden später war der Strom wieder da.


Der neue Muttseestaudamm.


Der Muttsee war ausgelassen, da die Abflussrohre geprüft werden sollen.


Geri lässt sich ein Bad in einem Tümpel vor dem Stausee nicht entgehen.


Ausgeschliffene Steinformationen


Ganz karge Vegetation. Vom ganzen Baubetrieb ist gar nichts mehr zu sehen.

Tag 7: Muttsee - Kistenpass - Brigels



Der Anstieg zum Kistenpass war anfänglich recht angenehm.


Blick zurück zur Muttseehütte und der Staumauer.


Weiter oben war es schon wichtig, nicht zu straucheln.


Vor der Kistenpasshütte, einer ehemaligen Soldatenunterkunft zur Bewachung des Passes. Hier tranken wir einen excellenten Kaffee.


Schlussselfie


Höhepunkt der Wochentour auf 2729 MüM.


Das Kistenstöckli, eine Art Pyramidenstumpf, war unsere Leitmarke.


Bifertenhütte: Hier assen wir eine unvergesslich gute Bündner Nusstorte (was auch sonst?)


Val Frisal


Brigels, unser Ziel. 7 Tage hatten wir zu Fuss hieher gebraucht, retour dauerte es mit dem ÖV etwa 4 Stunden.

Fazit: Wir haben unterschiedlichste, wunderschöne Landschaften gesehen, viele freundliche Menschen getroffen und eine Einheit von Körper und Geist gespürt. Reisen zu Fuss rockt!